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Liebestarot Das Tarot der Liebe

Liebestarot fragt man einen x-beliebigen Menschen was seine Hauptsorgen im Leben sind, so wird man in aller Regel drei Hauptthemen zu hören bekommen: Finanzen und Karriere, Familie und Lebensqualität, Liebe und Partnerschaft. Genauso wie man ohne Luft und Wasser nicht leben kann, so ist auch die Liebe also die sinnliche Beziehung zwischen zwei Menschen – von ausgesprochener Wichtigkeit. Es kommt daher nicht von ungefähr, dass Wahrsager seit Urgedenken von ihren Klienten mit diesem Thema beschäftigt werden. Man möchte nicht nur erfahren, was die Zukunft in Liebesdingen für einen bereit hält, sondern erhofft sich auch Lösungsvorschläge für eine bestehende Situation, vor allem natürlich wenn es in der gegenwärtigen Partnerschaft kriselt könnte das Liebestarot unter Umständen helfen.

Analyse der Gegenwart und ein Blick in die Zukunft

Das Kartendeck des Tarot wurde traditionell für alle möglichen Arten der Gegenwartsanalyse, aber auch Zukunftsdeutung herangezogen, einschließlich Liebesangelegenheiten. Während grundsätzlich jedes Tarotblatt für solche Weissagungen verwendet werden kann, haben sich im Lauf der Jahrhunderte auch Decks entwickelt, die speziell für Wahrsagungen in der Liebessparte konzipiert wurden. Die Kartenbilder weichen vom Standardtarot mitunter erheblich ab und haben im Rahmen der Analyse ihre ganz speziellen Bedeutungen.

Die Technik des Mischens und Auflegens

Wie auch bei allen anderen Tarotlegungen, folgt der Wahrsager auch beim Liebestarot einem bestimmten Legesystem, nach dem die Karten aufgeteilt werden. Wichtig dabei ist, dass der Hilfesuchende das Kartendeck nach Anweisung des Wahrsagers selbst mischt, abhebt und gegebenenfalls wieder zusammenfügt. Dies beruht auf dem Grundsatz, dass das Unterbewusstsein des Ratsuchenden die Karten durch das Mischen und Wiederaufschlüsseln in solch eine Reihenfolge bringt, dass beim späteren Auslegen eine auf den Hilfesuchenden bezogene Deutung ermöglicht wird. Während zahlreiche Legemuster existieren, ist speziell beim Liebestarot die Kreuzform am gebräuchlichsten. Dieses Muster ist genau auf alle Fragen rund um Partnerschaft und Liebe zugeschnitten. Beim Liebestarot erhält man sogar eine Karte, die auf den Partner eingeht (Position 3).

Die Deutung vom Liebestarot

Die Karte auf Position 1 bezieht sich direkt auf die Frage des Ratsuchenden. Wollte man beispielsweise wissen wie die sich das gegenwärtige Liebesverhältnis in der Zukunft entwickeln wird, so gibt das Bild dieser Karte darüber Aufschluss. Die Position 2 vermittelt die inneren Beweggründe, das heißt weshalb sich die Situation so entwickeln wird aufgrund der Einstellung oder Verhaltens des Ratsuchenden. Die dritte Karte beim Liebestarot bezieht sich auf den Partner und wie er (bzw. sie) auf die innerliche Einstellung des Ratsuchenen eingestellt ist, bzw. reagieren wird. An letzter Stelle findet sich Position 4. Sie symbolisiert den Ratschlag, also die Quintessenz, die sich aus der Kombination der anderen drei Karten ergibt. Die Interpretierung aller Karten, einschließich der Quintessenz-Karte, obliegt selbstverständlich dem Wahrsager. Er könnte zum Beispiel aus dem Gesamtbild der ausgelegten Karten in Verbindung mit der Karte an Position 4 den Ratschlag erteilen, wie man sich verhalten soll, um die kriselnde Beziehung wieder einzurenken.

Prognose genauso wie spirituelle Hilfestellung

Das Egebnis eines Liebestarot ist nicht in Stein gemeißelt und daher unabänderlich. Als Hilfesuchender sollte man eine solche Legung eher als spirituelle Hilfeleistung auffassen und nicht lediglich eine Darlegung knallharter Fakten. Während die Karten zwar Auskunft über eine bestehende oder zukünftige Situation bereit halten, so bietet sich durch die Karte an Position 4 doch gleichzeitig auch eine Lösung dafür, diese Situation entweder zu vermeiden oder abzuändern. Im Gegensatz zu landläufiger Meinung ist „Schicksal“ nicht festgeschrieben, sondern fluktuiert je nachdem wie der Betroffene sich verhält. In anderen Worten: Man kann seine Sterne durchaus beeinflussen. In diesem Sinne ist der Dienst des Wahrsagers auch als Konsultation zu verstehen. Wer den Ratschlag beherzigt und sich dementsprechend verhält, darf erwarten, dass sich seine Situation zum Besseren wandelt oder abändert. Man kann dies vielleicht mit einem Beispiel aus einem anderen Bereich verdeutlichen. Nehmen wir an, man ist seit Jahrzehnten ein starker Raucher, hat Atembeschwerden entwickelt und sucht deswegen einen Arzt auf. Jener würde sich zunächst durch gründliches Hinterfragen ein detailliertes Bild des Patienten verschaffen. Dies kann man mit den ersten drei Karten des in Kreuzform aufgelegten Liebestarots vergleichen. Anhand dieses Bildes erstellt der Arzt nun seine Prognose, bzw. seinen Ratschlag, nämlich das Rauchen sofort aufzugeben (ggf. durch Hilfsmittel wie Nikotinpflaster oder die Teilnahme an Selbsthilfegruppen). Dieser Ratschlag wäre demnach das Äquivalent der vierten Karte. Es liegt nun am Patienten ob er diesen befolgt und damit seine Situation umstellt oder ihn in den Wind schlägt.

Aktualisiert am 5. Oktober 2012